Montag, September 25, 2006

Knytkalas

Knytkalas - Wieder so eine obskure schwedische Bezeichnung. Dahinter verbirgt sich (natürlich) wieder eine Art Fest. Diesmal steht aber eher das Essen im Vordergrund. Geladen waren die Austauschphysiker und Artverwandte, die kulinarische Spezialitäten aus ihren jeweiligen Ländern zu präsentieren hatten. Aber was macht man da als Deutscher? Würstchen mit Kartoffelsalat ist doch etwas zu einfallslos - und wurde übrigens auch von einem anderen Deutschen mitgebracht. Das hat mir übrigens von den Sachen auch mit am besten geschmeckt.

Reibekuchen wären vielleicht noch eine Möglichkeit gewesen, aber ich habe mich dann wieder an die Rhein-Hessen gehalten und beim Spundekäs mitgeholfen. Ein Mischmasch aus Quark, Frischkäse, Crème Fraiche, Zwiebeln, Paprikapulver etc. Dazu haben wir Scheiben von aufgebackenem Baguettebrot gereicht. Hat auch nicht schlecht geschmeckt.

Mein Favorit war allerdings das Gericht aus Indien. Reis und dazu irgendwas an scharfen Fleisch. Sehr köstlich, aber leider war nur wenig vorhanden.

Nachdem dann jeder von jedem Gericht gekostet hat, war auch wirklich jeder satt und das Buffet wie leergefegt. Die Desserts mussten zwar auch noch mit in den Magen, aber die waren auch so gut, dass das kein Problem darstellte. Warmer deutscher Apfelstruden mit Vanillesoße, Kaiserschmarrn aus Österreich, Belgische Pfannkuchen mit Nutella und Bananen, usw...



Wer nach dem Essen noch nicht nach Hause wollte oder musste, hat sich dann noch unterhalten, dabei evtl. versucht sein Schwedisch zu verbessern, oder einfach nur Gesellschaftsspiele gespielt, wie zB Schach oder Munchkin. Letzteres ist ein Kartenspiel, eine witzige Verballhornung von gängigen Fantasy-Rollenspielen. Damit haben wir uns dann noch bis spät in die Nacht amüsiert.