Sonntag, Dezember 31, 2006

Weihnachten mal anders

Wie schon angekündigt, wurde ich ja zu Weihnachten von Kristina, einer Schwedin aus meinem Korridor, eingeladen und es war wirklich ein besonderes Fest, das mir sicher für lange Zeit positiv in Erinnerung bleiben wird.

Ihre Eltern sind sehr nette Leute und haben mich mit Gastfreundlichkeit gradezu überhäuft, wie ich es absolut nicht erwartet hätte. Ihre Mutter - in England aufgewachsen mit polnischen Eltern - spricht grundsätzlich nur Englisch in der Familie, obwohl jeder mit ihr Schwedisch redet. Dennoch haben sich alle bemüht, auch untereinander nur Englisch zu reden. Auch wenn ich schon einiges gelernt habe, ist es immernoch schwer Alltagsgesprächen zu folgen.

Vor dem Essen wurde ich mit einer polnischen Tradition bekannt gemacht: Jeder bekommt ein Stück "gesegnetes Brot" (wie man es aus der Kirche kennt - oder auch nicht) in die Hand und bricht von jedem anderen ein Stück ab, wünscht demjenigen "God Jul" und isst es dann. Anschließend gab es also das Abendessen - zu viele verschiedene Sachen um sie alle einzeln aufzuzählen. Jedenfalls eine gute Mischung aus polnischen und schwedischen Köstlichkeiten.

Danach haben wir fleißig abgespült, und dann gabs die Bescherung. Dazu wurden zuvor die Geschenke nach Person geordnet und der Vater verteilte diese dann einzeln, während die anderen neugierig beim auspacken zuschauen durften, bevor dann das nächste Geschenk verteilt wurde.
Anscheinend hat jemand gepetzt, dass nicht so besonders gern koche. Daher war eins meiner Geschenke ein Kochbuch für Studenten und dazu verschiedene Gewürze, Balsamico, Olivenöl, etc. Von Kristina gabs für ein kleines Buch mit wissenswertem über Schweden und dazu als Erinnerung für meinen Aufenthalt ein Fotoalbum für meine Fotos. Erstaunlich passende Geschenke für jemanden, der mich erst so kurze Zeit kennt, wie ich finde. Aber ich habs anscheinend auch geschafft, sie von extra eingeflogenen aachener Printen abhängig zu machen, also muss ich mich mit meinem Geschenken nicht allzu sehr verstecken.

Alles in allem waren das ein paar sehr schöne Tage und habe mich doch zwischendurch gefragt, womit ich soviel Gastfreundlichkeit überhaupt verdient habe oder ob ich dankbar genug dafür sein kann. Jedenfalls darf ich jederzeit wiederkommen und sei es nur zum Klavier spielen, wenn mir wieder danach ist.

1 Comments:

At 08:34, Anonymous Anonym said...

Hey Florian, ich wusste ja gar nicht, dass du Klavier spielen kannst! :-)
Frohes neues Jahr, Vera

 

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